Die Wilhelm Gustloff

Es ist der 30. Januar 1945, Ostpreußen ist von der Roten Armee umzingelt, der einzige Ausweg ist das Meer und die Rettung ist vermeintlich das ehemalige KdF-Schiff, die Wilhelm Gustloff die kriegsbedingt zum Lazarettschiff umfunktioniert wurde, liegt in einen Hafen von Ostpreußen und nimmt Flüchtlinge auf, die vor dem Einmarsch der Roten Armee fliehen.

Das Schiff ist für 1.471 Menschen ausgelegt, doch an diesem Tag nimmt die Besatzung ca. 10.000-12.000 Menschen an Bord, um so viele wie möglich vor der anrückenden Roten Armee zu retten. Knapp 9.000 davon waren Zivilisten, so waren noch ca. 1.500 Wehrmachtssoldaten, davon etwa 162 Verwundete, 340 Marinehelferinnen und 918 Marinesoldaten an Bord.

Schon im Hafen spielten sich dramatische Szenen ab, die zurückbleibenden Wehrmachtseinheiten mussten Zivilisten davon abhalten zu versuchen, auf die schon zu volle Gustloff zu gelangen, so sind an diesen Tag die Hälfte der 10.000-12.000 Menschen an Bord Kinder, denen man versuchte, eine Zukunft zu schenken.

Aussage eines Überlebenden:„Tausende Menschen standen da. Aber die Leute waren glücklich, es bis Gotenhafen geschafft zu haben, denn die ‚Gustloff‘ war ja die Rettung. Doch das Gedränge am Kai der Hoffnung wird immer dichter, langsam merken die Wartenden, dass längst nicht alle mitkommen werden. ‚Es war wie die Arche Noah, alles strömte zu den Aufgängen‘, sagt Winfried Harthun, damals Sieben. Am Anfang werden die Flüchtlinge noch gezählt. Zahlmeister-Aspirant Heinz Schön ist einer derjenigen, die im Schichtdienst die Namen in Kladden schreiben. Schwangere gehen vor, das weiß Schön, denn die ‚Gustloff‘ hat eine Entbindungsstation. Doch bald brechen die Dämme, alle wollen mit, um jeden Preis. Und als 7956 Menschen an Bord sind, gehen Schön und den Marinehelferinnen auch noch die Kladden aus. Es gibt kein Papier mehr. Nun drängen die Flüchtlinge ungezählt an Bord, noch über 2000, meint Schön.“

Als die Gustloff den Hafen verließ, war für viele Flüchtlinge die vermeintliche Rettung davon gefahren und es brach Trauer, Wut und Verzweiflung aus, doch mehr als 10.000-12.000 Menschen konnte die Gustloff nicht mehr aufnehmen, die Menschen saßen praktisch auf jedem kleinen Fleck auf der Gustloff um so viele wie möglich in Sicherheit zu bringen.

8 Stunden nachdem die Gustloff den Hafen verließ, wurde sie von einem sowjetischen U-Boot S 13 gesichtet, was in der Danziger Bucht lauerte, die Gustloff war wie erwähnt ein Lazarettschiff, was keine Bewaffnung an Bord hatte, außer Wehrmachtssoldaten mit Gewehren. Trotzdem, nachdem das sowjetische U-Boot S 13 die Gustloff erblickte, schoss es 3 Torpedos ab und alle 3 Torpedos trafen die Gustloff.

Nun begann das schlimmste Schiffsunglück der Menschheitsgeschichte das Schiff sank zwar in "nur" 62 Minuten, doch es war einfach zu voll, wer oben im Schiff war, hatte Glück herauszukommen, doch diese ertranken häufig im eiskalten Meer. Und wer ganz unten war, ertrank in der Gustloff von den Wassermassen, die an 3 Stellen eindrangen.

Weil auf der Gustloff kein Platz war, wurden auch ca. 1000 Menschen in den Wintergarten des Schiffes einquartiert, der Gedanken daran war, wenn was passiert, könnte man die Scheiben einschlagen und sich retten, doch es war fatal, wie sich rausstellte, waren es kugelsichere Scheiben. Ebenfalls traf es die Marinehelferinnen sie starben vermutlich schon beim Einschlag des 2. Torpedos oder wurden von den eindringenden Wassermassen erschlagen, bevor sie überhaupt Richtung Ausgang gelangen konnten.

Dann brach die Panik aus, die Menschen versuchten panisch die Gustloff zu verlassen dabei wurden einige Menschen durch die Panik, die an Board herrschte, totgetreten, wer ins Wasser sprang ist nach einigen Minuten erfroren, bevor er überhaupt ertrunken ist, denn draußen war Minus 20 Grad, dazu eine Windstärke von 7 und Schneeschauer.

Die Rettungsboote sind nicht nur zu wenige, diese bekommt man auch oft nicht ins Wasser, weil sie bei diesen Temperaturen einfach angefroren waren. Nur einigen gelang es, ein Rettungsboot abzubekommen, doch in der Panik wurden diese zu schnell abgelassen. So fielen viele beim Ablassen zur Seite, und die Menschen fielen in das eiskalte Wasser der Ostsee.

Ebenfalls waren Schüsse an Bord zu hören, einige Wehrmachtssoldaten erschossen sich, bevor sie ertranken oder erfroren. Endlich kommt die vermeintliche Rettung, die Admiral Hipper, doch diese fährt weiter, weil sie ebenfalls befürchtete beschossen zu werden.

Dann kommt sie aber doch die Rettung nach einigen Minuten, was für viele schon Tod durch Erfrieren bedeutete, so kommt das Flottentorpedoboot T 36 rettete 564 Menschen dieses wurde von dem sowjetischen U-Boot S 13 dabei angegriffen, wehrte sich dabei aber und schlug das S13 in die Flucht. Ebenfalls kam das Torpedoboot Löwe zur Rettung, es barg 252 Menschen, so wie Minensuchboot M 341 rettete 37, Minensuchboot M 375 rettete 43, Marinetender TS II rettete 98 und der Frachter Göttingen rettete 28.

Es fanden an diesem Tag ca. 9000-11.000 Menschen dem Kriegsverbrechen des Sowjets zum Opfer, als diese das Lazarettschiff Wilhelm Gustloff angriffen. Dem Kapitän des sowjetischen U-Boots S 13 (Alexander Marinesko), wurde später der Titel Held der Sowjetunion von Michail Gorbatschow verliehen. Heute heißt in Königsberg "Kaliningrad" eine prominente Straße nach Marinesko, in St. Petersburg steht ein Denkmal zur Erinnerung an ihn. Und die Welt schweigt jedes Jahr über das größte Schiffsunglück der Menschheitsgeschichte zum Vergleich die Titanic, die immer erwähnt wurde, hat nicht einmal die Hälfte der Opferzahl.

Volksdeutscher (Robert Göhricke) 27.01.2021