Die Berufungsverhandlung

Die Berufungsverhandlung startete pünktlich am Freitag, dem 15.01.2021, um 9:15 Uhr.

Die Anklagepunkte wie schon in der ersten Instanz: "Ein Bild von Adolf Hitler und eines von Rudolf Hess mit Hakenkreuzarmbinde öffentlich bei Facebook geteilt zu haben."

Somit fällt es unter BRD Gesetz "§ 86a Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen", welcher Mitarbeiter vom Landgericht Osnabrück dann für die Berufungsverhandlung die Saalnummer "188" gewählt hat, bleibt fraglich.

Zu meiner Freude konnte ich noch 2 Mitstreiter begrüßen, die die Gerichtsverhandlung verfolgten. Weiterhin war ein unbekannter Zuschauer vor Ort, den ich nicht einordnen konnte, aber das Gesicht merken.

Diesmal hatte ich auch einen Anwalt an meiner Seite und verteidigte mich damit nicht selber, der Zeuge, ein Mitarbeiter vom Staatsschutz Osnabrück machte seine Aussage. Heraus kam dabei, dass ich von niemanden angezeigt wurde, sondern der Staatsschutz-Beamte das Internet nach mir absucht, um strafbare Inhalte zu finden, womit er diese dann selber zur Anzeige bringen muss.

Oder wie er sich selber ausdrückte: "Durch unabhängige Recherche-Zwecke im Internet, sei er auf das Facebook-Profil gestoßen." Wie man auf ein Facebook-Profil einfach so stoßen kann, vor allem weil dieses nicht mal bei Suchergebnissen von Suchmaschine aufzufinden ist, konnte der Beamte auch nicht ganz beantworten.

Er muss also schon explizit danach gesucht haben und wird bei Facebook wohl extra Robert Göhricke eingegeben haben, sonst kommt man ja nicht einfach auf ein Profil bzw. Benutzerkonto. Warum ich dieses jetzt aber extra erwähne nun normalerweise reagiert der Staatsschutz auf Anzeigen, die gestellt wurden, in Osnabrück agiert man aber wohl anders und sucht das Internet ab, weil man sonst nichts zutun hat.

Nachdem der Zeuge entlassen wurde, wurde sich noch ein Video/Kurzfilm angesehen, was in Verbindung stand mit dem Anklagepunkt der Hakenkreuzarmbinde an dem Arm des Führers Stellvertreters Rudolf Hess. Im Video ging es um Rudolf Hess und seiner Aussage bei den Nürnberger Prozessen.

Danach wurde die Beweisführung geschlossen und das Urteil 10 Minuten später gefällt. Das Urteil lautet: 50 Tagessätze zu je 40€, was bedeutet 2000€ Geldstrafe und nicht wie vom Amtsgericht zu 3250€.

Damit muss ich jetzt weniger Geld zahlen, dennoch ist es kein Freispruch und wird damit weitergehen.

Volksdeutscher (Robert Göhricke) 16.01.2021